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Warum sind Pestizide ein Problem?

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Sie sind schwer abbaubar: Pestizide sind komplexe chemische Stoffe, die sich in Gewässern, im Boden, im Regen und in der Luft unkontrolliert ausbreiten. Es kommt zur Ansammlung und sie  bleiben längere Zeit nachweisbar. Es ist nicht hinreichend bekannt welche Nebenprodukte beim Abbau von Pestiziden entstehen oder inwiefern die verschiedenen Stoffe miteinander reagieren.

Sie gelangen in die Nahrungskette: Pestizide bleiben an Gemüse, Obst, Blumen und Bäumen haften oder werden von den Pflanzen aufgenommen. 50% der Früchte in Europa enthalten heutzutage zumindest Rückstände von Pestiziden. 2007 wurden in Luxemburg in mehr als der Hälfte der untersuchten Grundwasserquellen Pestizidrückstände nachgewiesen.

Sie wirken unspezifisch: Pestizide richten sich nicht nur gegen die eigentlich zu bekämpfenden Tiere und Pflanzen. Insektizide zum Beispiel vernichten nicht nur die Pflanzenschädlinge, sondern auch die nützlichen Insekten. Gelangen Pestizide in den Boden schaden sie den Mikroorganismen, die unter anderem für die Fruchtbarkeit und die Struktur des Bodens von enormer Bedeutung sind.



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