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Rotkernige Buche

Vers le niveau supérieur

Rotkerniges Buchenholz – ein hochwertiger Rohstoff aus der Natur

Die Buche (Fagus sylvatica)

Mit einem Anteil von fast 30% an der Gesamtwaldfläche ist unsere heimische Rotbuche (Fagus sylvatica) zusammen mit der Eiche (Quercus robur und Quercus petraea) (28%) die häufigste Baumart in Luxemburg. Unter natürlichen und vom Menschen völlig unbeeinflußten Verhältnissen wäre der Anteil der Rotbuche sogar noch bedeutend höher. Von Natur aus wären Ösling, Gutland und Eifel von riesigen, zusammenhängenden Buchenwäldern bedeckt, denn die Buche ist die typische Charakterbaumart unseres atlantisch geprägten Klimas. Dieses ausgeglichene Klima mit seinen relaitv hohen jährlichen Niederschlägen in der Vegetationszeit und verhältnismäßig milden Wintern, bietet der Buche optimale Wachstums- und Entwicklungsbedingungen und läßt sie in unseren Gegenden zur dominierenden Baumart werden. Zudem ist die Buche eine typische Schattenbaumart, die es auch vermag sich unter schlechten Lichtbedingungen zu entwickeln (vergleichbar mit der Weißtanne – Abies alba) und durch ihr eigenes, dichtes Kronendach andere Konkurrenzbaumarten mit höherem Lichtbedarf „herauszudunkeln“. Diese Eigenschaften, aber auch ihre hohe Verjüngungsfreudigkeit, ihre geringe Anfälligkeit gegen Wildverbiß, ihre Sturmfestigkeit auf geeigneten Standorten und ihre verhältnismäßig hohe Robustheit gegenüber Krankheiten und Schadinsekten, machen die Buche in unserer Gegend auf den meisten Standorten zur konkurrenzstärksten Laubbaumart.

Was hat naturnaher Waldbau mit rotkernigem Buchenholz zu tun?

Unter naturnahem Waldbau versteht man eine Bewirtschaftung, die sich an den natürlichen Entwicklungsabläufen des Waldes orientiert. Dabei wird der Wald zwar forstwirtschaftlich genutzt und gestaltet, zugleich werden jedoch auch seine Eigenschaften als Ökosystem berücksichtigt. Von besonderem ökologischem Wert sind dabei vor allem Wälder, in denen die Bäume genügend Zeit haben um sich zu starken, alten und – aufgrund ihrer Größe – oftmals majestätisch anmutenden Bäumen entwickeln zu können. Denn für die meisten Waldbewohner (Vögel, Insekten, Fledermäuse, Pilze, usw.) stellen ältere ausgereifte (Buchen-) Wälder die wertvollsten Lebensräume dar, in denen ihr ganzer Artenreichtum voll zur Entfaltung kommen kann.

Aufgrund dieser positiven Eigenschaften ist es erklärtes Ziel der Forstverwaltung die Wälder naturnah und nach ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig zu bewirtschaften.

Im Falle der Buche ist dieses Ziel jedoch mit einem großen Problem verbunden, da bei dieser Baumart als natürliche Begleiterscheinung des höheren Alters häufig eine Rotfärbung des Holzes im Stamminneren auftritt, der Rotkern der Buche. Diese natürliche Farbveränderung hat eine rein optische Bedeutung und beeinträchtigt die technischen Eigenschaften des Buchenholzes in keinster Weise. Der Buchrotkern stellt also keinen Holzfehler dar, sondern ist ein Ausdruck für individuelles Holz aus einer naturnahen Waldbewirtschaftung.

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Ein ökologischer Vorteil, aber ein ökonomischer Nachteil.

Obwohl der Rotkern der Buche keinerlei Auswirkungen auf die technische Verwendung und Weiterverarbeitung des Holzes hat, ist es jedoch so, daß rotkerniges Buchenholz gegenüber rein weißem Buchenholz momentan auf dem Holzmarkt nur mit erheblichen Preisabschlägen verkauft werden kann. Als Grund für diese Preisabschläge wird seitens der Holzindustrie die fehlende Akzeptanz und Nachfrage für Rotkerniges Buchenholz angeführt. Allerdings greift diese Argumentationsweise sehr kurz, denn wie soll der Kunde für Möbel (und andere Produkte) aus rotkernigem Buchenholz gewonnen werden, wenn er diese nirgendwo sehen, geschweige denn kaufen kann.

Dabei müssen sich Möbel aus rotkernigem Buchenholz keinesfalls vor der vermeintlich hochwertigeren Konkurrenz aus rein weißem Buchenholz verstecken. Eher ist das Gegenteil der Fall, denn durch die unterschiedlichen Ausprägungen des Kerns (es wird unterschieden zwischen Spritzkern, Wolkenkern, unregelmäßigem und abnormem Kern) und seiner schönen, warmen, rötlichen Färbung wird jedes Möbelstück zu einem unnachahmlichen Unikat. Diese Individualität ist auch ein Ausdruck der Lebendigkeit und Natürlichkeit von Holz. Holz ist eben kein langweiliger, durch und durch homogener Kunststoff oder ein Kunstprodukt, sondern ein Stück gewachsene Natur.

Was kann ich als Kunde tun?

Ganz egal ob beim Kauf von Parkett oder Treppen, Regal oder Schrank, Tisch oder Stuhl, fragen Sie ihren Schreiner oder Möbelhändler gezielt nach rotkernigem Buchenholz. Dadurch tragen sie aktiv zu einer naturnahen und ökologisch ausgerichteten Waldbewirtschaftung bei und sichern damit die Lebensräume vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Nur wenn wir beginnen dieses Holz mit seiner natürlichen Farbvariante zu akzeptieren, wird es gelingen ein harmonisches Gleichgewicht zu schaffen zwischen der schonenden, nachhaltigen Nutzung unserer Wälder auf der einen Seite, und der Funktion des Waldes als wichtiges Ökosystem und Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten auf der anderen Seite.

Der Grundsatz muß also lauten: „Schützen durch Nützen

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