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Die Resultate des IFL1

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Die Resultate des Luxemburger Landeswaldeinventars

Die Resultate des Luxemburger Landeswaldinventars sind in dem Buch "Der Luxemburger Wald in Zahlen" veröffentlicht.

Allgemeine Beschreibung des Luxemburger Waldes

Die bewaldete Fläche des Großherzogtums Luxemburg (Wälder, Feldgehölz und andere bewaldete Flächen) umfasst 89 150 ha, d.h. 34,3 % der Landesfläche. Der private Wald stellt 55,2 % der bewaldeten Flächen dar, während die restlichen 44,8 % der öffentlichen Hand, wie dem Staat und den Gemeinden, zugerechnet werden (Wälder, die der Beförsterung und der Betreuung durch die Forstverwaltung unterliegen). Das Land ist in 4 große Gebiete, die sogenannten Wuchsgebiete, eingeteilt. Sie unterscheiden sich in der Bewaldungsdichte und dem Anteil an öffentlichen Wäldern. Während im Norden des Landes das Ösling ein hohes Bewaldungsprozent (41,6 %) und einen sehr großen Anteil an Privatwald aufweist (82,0 %), ist das Gutland hingegen nur zu 31,2 % bewaldet, wobei 62 % des Waldes der öffentlichen Hand gehören. Die größten Waldgebiete befinden sich im Ösling, wenngleich im Norden des Landes eine erhebliche Zerstückelung der Waldfläche beobachtet werden kann. Das kleinere Minettbecken kennzeichnet sich durch die Wiederbewaldung alter Eisenerzabbaugebiete aus. Sind die Bewaldungsdichte und die Besitzverhältnisse mit denen des Gutlands vergleichbar, so unterscheidet sich das Moseltal von den anderen Wuchsgebieten durch seine sehr geringe Fläche und sein niedriges Bewaldungsprozent.

Zusammensetzung des Waldes

Auch wenn nur drei Baumarten (die Buche, die Eiche und die Fichte) den höchsten Anteil des luxemburgischen Waldes darstellen (81 %), so zeigen die Ergebnisse der nationalen Waldinventur, bezüglich der Struktur und der Zusammensetzung des Waldes, auf Landesebene eine bedeutende Vielfalt auf. Diese Vielfalt ist das Ergebnis der ökologischen Struktur des Großherzogtums sowie der Geschichte seiner Wälder. So können zwei Gebiete deutlich unterschieden werden: die Wälder des Gutlandes und die des Öslings. Die Wälder des Gutlandes sind zum großem Teil Laubwälder (um 80 %) und unterliegen in der Regel der Beförsterung. Hier überwiegen die Buchenwälder. Die übrigen Bestände sind sehr unterschiedlich. Hierbei handelt es sich um Fichtenforste, Eichenwälder sowie unterschiedlich gemischte Laubbestände oder Nadelwälder. Die Wälder des Öslings sind wegen den schlechten Standortsbedingungen deutlich weniger abwechslungsreich. Sie bestehen vor allem aus Nadel- und Eichenniederwäldern und überlassen dem Eichen- und Buchenhochwald nur ¼ ihrer Fläche. Diese Wälder sind zu 80 % in privatem Besitz und haben ihren Ursprung in der Aufforstung unbrauchbaren Ackerlandes und in der Überführung überbewirtschafteter Wälder. Die Wälder des Minettebeckens sind die vielfältigsten, aufgrund eines hohen Anteils an Edellaubbäumen und Nebenbaumarten. Im großen Ganzen sind die luxemburgischen Wälder relativ wenig strukturiert. Die großen Laubhochwälder sind relativ alt (100 bis 160 Jahre) und seit 20 Jahren in der Verjüngungsphase. Die Fichtenwälder des Öslings scheinen, mit einer Mehrzahl von Baumbeständen zwischen 20 und 40 Jahren, am Höhepunkt ihrer Entwicklung zu sein, während der Eichenniederwald aus ökonomischen Gründen größtenteils aufgegeben wurde. Seine Rolle als Schutz vor Erosion sollte jedoch nicht vernachlässigt werden.

Standortsbedingungen

Die Ergebnisse des nationalen Waldinventars unterstreichen die Stellung des Waldes in der landschaftlichen Struktur des Großherzogtums. Wiederum können zwei große Pole, das Ösling und der Rest des Landes, unterschieden werden. Die Wälder der Hochebenen des Öslings, meistens über 400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, entwickeln sich auf lehmig-steinigen und skelettreichen Böden. Sie sind in der Regel flachgründig, insbesondere bei starken Hangneigungen. Hierbei handelt es sich vor allem um Fichtenwälder, Eichenniederwälder und kleine Buchenwälder, Bestände die sich also gut an das harte Klima und an die Armut des Substrats anpassen können. Die Täler und die Hügel des Öslings mit niedriger Höhenlage (300 bis 400 Meter) sind gekennzeichnet durch eine größere Vielfalt an Baumarten, wie zum Beispiel Douglasien-, Kiefern-, Eichen- und Laubmischwälder. Die Wälder des Gutlandes, hauptsächlich Buchenwälder, breiten sich auf sandigen bis lehmig-sandigen Böden aus. Sie sind relativ tiefgründig und haben ihren Ursprung in der Veränderung des kalkigen Sandsteins der Reliefs mittlerer Höhenlage (300 bis 400 Meter). Dort befinden sich auch die meisten Edellaubbäume, Laubmischwälder, Kiefernwälder und Lärchenwälder. In niedrigeren Höhenlagen (unter 300 Meter) und namentlich an der Mosel kommt der Buchenwald seltener vor, die Eichenwälder und andere lichtliebenden Laubwälder beherrschen hingegen die Landschaft. Im allgemeinen wird in Gebirgszonen der Wald meistens auf Abhänge zurückgedrängt, wobei die flachen und einfach zu nutzenden Böden dem Ackerbau und der Viehzucht überlassen werden. Dies gilt für die Fichten-, die Douglasien- und insbesondere für die Eichenniederwälder, die die Landschaft des Öslings beeinflussen.

Waldverjüngung

Der luxemburgische Wald wird mittels der Methoden der Naturverjüngung und der Pflanzung verjüngt. Die kürzlich verjüngten Flächen (6 400 ha) können gleichmäßig zwischen den beiden Methoden zugeteilt werden und der Anteil an Laub- und Nadelbaumverjüngung ist in beiden Fällen identisch. Interessiert man sich für das Vorkommen von Jungwüchsen als Spiegelbild des Verjüngungspotenzials des Waldes, so kann beobachtet werden, dass die Sämlinge deutlich häufiger unter dem Schirm von Laubbeständen (56,2 %) und den lichtliebenden Nadelwälder (48,4 %) auftreten als unter den Douglasien- und Fichtenwäldern (16,4 %). Generell bereitet der größte Teil der Sämlinge (62,2 %) die zukünftige Verjüngung der Altbestände vor. Die Buche ist die am meisten verwendete Baumart, sowohl für die Naturverjüngung als auch für die Natursaat unter Schirm. Sie kommt fast systematisch in der Verjüngung der Buchenwälder vor (86,4 %), sie besiedelt aber auch Eichenwälder und andere Bestände, so dass ohne Eingriff sich der luxemburgische Wald zum größten Teil in die Richtung seiner natürlichen Klimaxgesellschaft, des Buchenwaldes, entwickeln würde. Die Verjüngung der Fichte und der Eiche ist ebenfalls präsent, tritt unter Schirm jedoch relativ selten auf. Sind die Unterschiede zwischen dem privaten und öffentlichen Wald gering, so kommt im privaten Wald, aufgrund seiner Bestandesstruktur, die Verjüngung unter Schirm seltener vor. Verglichen mit den Wäldern des Gutlands (und besonders mit denen des Minettebeckens), weisen die Wälder des Öslings, wegen einem nicht unerheblichen Anteil an Fichtenwäldern, weniger Naturverjüngung auf. Naturverjüngung kommt ebenfalls in der Hälfte der Niederwälder vor, Zeichen einer potenziellen Überführung in einen Hochwald.

Holzvorrat

Der Holzvorrat des luxemburgischen Waldes beläuft sich auf über 23 Millionen m³ stehendes Holz. Die Buchen- und Fichtenwälder bilden, mit einem durchschnittlichen Holzvorrat von ungefähr 350 m³/ha, den größten Teil dieses Volumens. Die handelsübliche Qualität des Hochwaldholzes lässt keinen wertsteigenden Absatz zu. Aus diesem Grund verlangen die Verjüngung der Bestände und die Kulturpflege besondere Aufmerksamkeit. Die Verteilung des Holzvorrats auf Durchmesserklassen weist auf einen großen Anteil starker Buchen und Eichen hin, der auf ein Ungleichgewicht der Altersklassen zurückzuführen ist. Die hohen Bestandesdichten der Nadel- als auch der Laubwälder finden ihren Ursprung in einem konservativen Waldbau.

Holznutzung

Die Produktionsfunktion des luxemburgischen Waldes wird durch ein gut entwickeltes Wegenetz ermöglicht. Letzteres erlaubt eine erleichterte Bewirtschaftung der Bestände ohne Beeinträchtigung des Waldkomplexes. Das Wuchsgebiet des Öslings weist jedoch eine geringere Wegedichte auf. Andererseits hat sich herausgestellt, dass in den drei Jahren vor dem Inventar ungefähr 13 % des luxemburgischen Waldes von Hieben betroffen waren. Wird keine Bezugsperiode in Betracht genommen, so können Verbesserungshiebe (Durchforstungen) in mehr als 80 % der Bestände beobachtet werden. Hierbei handelt es sich, hauptsächlich im Privatwald, um relativ schwache Eingriffe. Bleibt hervorzuheben, dass die Pflege der Bestände hauptsächlich durch Durchforstungen gesichert wird. Gezielte Maßnahmen wie zum Beispiel die Auszeichnung von Zukunftsbäumen und Pflegeschnitte werden relativ selten durchgeführt (weniger als 1 % des Waldes).

Schäden

Im luxemburgischen Wald treten verschiedene Schäden biotischen oder abiotischen Ursprungs mit wechselnder Intensität auf. Die wichtigsten Schäden stellen die Fäll- und Wildschäden dar. Diese kommen sowohl im starken Baumholz als auch in der Verjüngung vor, und können somit ökonomische und waldbauliche Auswirkungen haben. Die jeweilige Situation muss jedoch im Hinblick auf die oft geringe Intensität der Schäden im Bestand differenziert werden. Im Allgemeinen findet man die verschiedenen Schäden sowohl in den Laub- als auch in den Nadelwäldern. Im Übrigen ist die Zukunft derjenigen Bestände, die durch eine wiederholte Schädigung der Verjüngung betroffen sind, örtlich gefährdet. Der Anteil der Bestände, in denen momentan die Verjüngung in irgendeiner Art und Weise geschützt wird, bleibt gering und sollte jedoch in Zukunft erhöht werden.

Biologische Vielfalt im Wald

Die Vielfalt des luxemburgischen Waldes beruht nicht nur auf den verschiedenen Bestandstypen oder –Strukturen, sondern auch auf den ihn bildenden verholzten (Baum- oder Straucharten) und halbverholzten Pflanzenarten. Es gibt jedoch relativ große regionale Unterschiede. Im Gegensatz zu den Wäldern des Gutlands und Minettebeckens (im allgemeinen über 10 Arten), wirken sich der Aufbau und die Standortsbedingungen des Öslinger Waldes negativ auf die Artenvielfalt aus (im allgemeinen zwischen 5 und 10 Arten). Die biologische Vielfalt der Wälder hängt nicht nur von dem Aufbau und der Anzahl der Schichten der einzelne Bestände ab, sondern auch von dem Vorkommen besonderer Gebiete wie zum Beispiel Feuchtgebiete oder Lichtungen, welche auf 10 % der Waldflächen auftreten. Solche Gebiete stellen potenzielle Habitate für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten dar. Alte Bäume, „Spechtbäume“ (in 12 % beziehungsweise 14 % der Baumbestände) aber auch Bäume und Sträucher mit fleischigen Früchten (in 90 % der Baumbestände) sind weitere Indikatoren für die Vielfalt an Pflanzenarten und indirekt auch an Tierarten (insbesondere Vögel) des luxemburgischen Waldes. Die Waldränder weisen eine höhere biologische Vielfalt als die Bestände und die Innenräume auf. Diese Vielfalt ist jedoch abhängig von der Art des Waldrandes und insbesondere von seiner Struktur (Gebüsch-, Grassaum, ...). Steigt die Vielfalt mit der Menge an verholzten und halbverholzten Pflanzenarten, so zeichnet sich der Waldrandeffekt insbesondere durch das Vorkommen standortsspezifischer Arten aus.

Totholz

Laut Inventar kommt in ¾ der Bestände des luxemburgischen Waldes Totholz vor. Zum einen handelt es sich hierbei um liegendes Totholz (7,2 m³/ha), zum anderen um stehendes Totholz (4,4 m³/ha). Bezogen auf jene Bestände, in denen Totholz vorkommt, fallen durchschnittlich 10,5 m³/ha liegendes und 18,0 m³/ha stehendes Totholz an. In den meisten Beständen liegt das Volumen an liegendem Totholz über dem des stehenden. Ausnahmen hierzu bilden Eichenwald und insbesondere der Niederwald, welche sich durch höheres Volumen an stehendem Totholz auszeichnen. Insgesamt steigt das Totholzvolumen mit der Dichte der Bestände, um 11,3 m³/ha liegendes und 8,5 m³/ha stehendes Totholz in Beständen mit einem Holzvorrat über 500 m³/ha zu erreichen. Ein Grossteil des Totholzvolumens entfällt auf eine hohe Anzahl von Bäumen mit kleinem Durchmesser und lediglich ein kleiner Teil auf einzelne starke Bäume.

Erholung im Wald

Der Anteil an stadtnahen Waldflächen sowie die vorhandenen Freizeitseinrichtungen unterstreichen die soziale Funktion und insbesondere die Erholungsfunktion des großherzoglichen Waldes. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen sind abhängig von der Lage der Ballungszentren und vom Anteil an privatem Wald, welcher für die Erholungsfunktion im Allgemeinen weniger eingerichtet ist.



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