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Das Luxemburger Landeswaldinventar (De)

Das Luxemburger Landeswaldinventar (De)

Vers le niveau supérieur

Das Luxemburger Landeswaldinventar (IFL)

Die Ziele des Projekts IFL :

Das Landeswaldinventar hat als Ziel, objektive und zuverlässige Daten über den Luxemburger Wald zu liefern, und zwar nicht nur was den Holzvorrat angeht, sondern auch was den Bereich der biologischen Vielfalt angeht. Es stellt ein unentbehrliches Instrument dar um den Informationsbedarf über die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zu decken, und entspricht der Vorgehensweise aller Länder der Europäischen Union in Sachen Wertsteigerung, Erhaltung und Schutz der natürlichen Bodenschätze. Die Methode besteht in einem systematischen Stichprobenverfahren, bei dem Kontrollstichprobenpunkte im Wald eingerichtet werden. In den Stichprobenflächen werden eine gewisse Anzahl von Messungen und Beobachtungen vorgenommen. Die so aufgenommenen Daten werden in eine Datenbank eingegeben und rechnerisch ausgewertet.

Das IFL entspricht der Vorgehensweise aller neuesten Landeswaldinventare, und zwar sowohl bezüglich der Methode, als auch der anvisierten Ziele, unter anderem weil die meisten Parameter der nachhaltigen Bewirtschaftung übernommen wurden, welche unter anderem anlässlich der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder Europas in Helsinki vorgeschlagen wurden. Das IFL unterscheidet sich diesbezüglich deutlich von manch anderen Landeswaldinventaren, welche keinen oder nur geringen Wert auf ökologische Parameter gelegt haben, und sich deshalb nicht in der Logik eines "Observatoriums" oder einer "Schalttafel" befinden, welche den Aufbau von nationalen Indikatoren für eine nachhaltige Bewirtschaftung ermöglichen.

Bei der Ausarbeitung der Methode unseres permanenten Landeswaldinventars wurden die Schwerpunkte deshalb auf folgende Aspekte gelegt:

  • Übereinstimmung der benutzten Definitionen mit den derzeit für die Inventare der Wälder auf Weltebene geltenden Normen (Projekt "Forest Resources Assessment 2000" der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen);
  • Weitgehende Berücksichtigung der international anerkannten Kriterien und Indikatoren für die Überwachung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung;
  • Entwicklung spezifischer Indikatoren für die biologische Vielfalt;
  • Berücksichtigung der Habitate gemäss der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 92/43/CEE.

Auf nationaler Ebene ist der IFL ein wertvolles Instrument in Sachen:

  • Forstpolitische Orientierung, insbesondere im Rahmen der Ausarbeitung eines Nationalen Forstprogramms,
  • Beitrag zur Verbesserung der Waldbewirtschaftung,
  • Beitrag zur Beurteilung der Rohstoffversorgung der Holzindustrie in quantitativer und qualitativer Hinsicht,
  • Beitrag zu den Kenntnissen über unsere natürlichen Bodenschätze und, insbesondere, der biologischen Vielfalt in unseren Wäldern,
  • Beweisführung einer nachhaltigen Forstwirtschaft, insbesondere im Rahmen der Überwachung der Beschlüsse der Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder Europas, sowie der Zertifizierung der Wälder,
  • Beitrag zur Überwachung der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.

Auf internationaler Ebene ist es wichtig, über aktuelle und zuverlässige Daten zu verfügen, um auf Umfragen internationaler Organisationen wie FAO, EU, OECD, Europäische Umweltagentur, … zu antworten. Aus diesem Grund kann man das Luxemburger Landeswaldinventar im Kontext der internationalen Forststatistiken sehen (unter anderen das Projekt "Forest Resources Assessment 2000" der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen).

Im Bereich der Beobachtung und der Überwachung der biologischen Vielfalt im Wald spielt das IFL zur Zeit eine Vorreiterrolle auf europäischer Ebene. In der Vielzahl von Variablen, welche vor Ort im Wald aufgenommen wurden, ist im IFL eine gewisse Anzahl von Elementen eingebaut worden, welche ermöglichen, die Gesichtspunkte der biologischen Vielfalt im Wald besser zu beschreiben.

So interessiert man sich neben den klassischen Variablen ebenfalls für das Totholzvorkommen im Wald, für das Aussehen und den Aufbau der Waldränder sowie der Schnittstellen zwischen zwei oder mehreren Beständen, insbesondere was die Phytosoziologie angeht, für das Vorkommen von seltenen Biotopen, und insbesondere der Habitate welche im Anhang der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgeführt sind. Im Bereich der sozialen Funktionen der Wälder wurden die Erholungsfunktion und die Jagd analysiert.

Die Erhebung von Daten über die biologische Vielfalt hat die Entwicklung und die Einrichtung von spezifischen Stichprobenvorrichtungen sowie die Entwicklung von neuen Verfahren in der Datenverarbeitung notwendig gemacht.

Die Zusammenarbeit mit der "Faculté universitaire des Sciences Agronomiques de Gembloux" ( FUSAGx):

Schon seit langem wurden formelle oder informelle Beziehungen und berufliche Kontakte zwischen den Verantwortlichen der Luxemburger Forstverwaltung und der FUSAGx geknüpft. Im Bereich der Ertragskunde sei zum Beispiel das gemeinschaftliche Projekt zur Aufstellung von Massentafeln und Ertragstafeln für die Waldkiefer auf dem geologischen Substrat des Luxemburger Sandsteins angeführt.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnte die Erfahrungen des wissenschaftlichen Teams von Prof. J. Rondeux der FUSAGx der Luxemburger Forstverwaltung zugute kommen, welche die Methode des Landeswaldinventars Walloniens entwickelt hat und außerdem die wissenschaftliche Begleitung dieses Projektes in Auftrag hat. Das Team von Prof. J. Rondeux hat, dank seiner diesbezüglichen Erfahrung, die Luxemburger Forstverwaltung bei der Verwirklichung des IFL geholfen: es hat eine technische Unterstützung gegeben, insbesondere bei der Veröffentlichung der Resultate, die wissenschaftliche Begleitung des Projektes übernommen, was die Methode angeht, insbesondere im Bereich der Datenverarbeitung, hat sich um den informatischen Teil der Datenbank gekümmert und zur Ausbildung des Luxemburger Teams beigetragen. Die Leitung des Projekts sowie die Verantwortung liegt bei der Luxemburger Forstverwaltung.

Die Veröffentlichung der Resultate des IFL:

Das Buch "La forêt luxembourgeoise en chiffres" (Der Luxemburger Wald in Zahlen) stellt das Endprodukt aller Arbeiten dar, welche im Rahmen des Projektes IFL gemacht wurden. Die Publikation enthält statistische Daten, welche auf Basis der Beobachtungen und Messungen vor Ort im Wald errechnet wurden, und welche es allen nationalen und ausländischen Benutzern ermöglichen soll, sich ein besseres Bild über den Zustand und die Entwicklung des Luxemburger Waldes zu machen, unter anderem im Kontext der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Bodenschätze.

Die Veröffentlichung wurde konzipiert für ein großes Publikum, um die Resultate des Luxemburger Landeswaldinventars attraktiv darzustellen, mit Schwerpunkte auf den ökologischen Gesichtspunkten, und im Besonderen was die biologische Vielfalt angeht. Sie wurde strukturell und inhaltlich so aufgebaut, dass sie zwar einem breiten Publikum zugänglich ist, aber trotzdem bei der Darstellung der Resultate eine gewisse wissenschaftliche Genauigkeit aufzeigt. Ziel bei der Erarbeitung der Publikation war es, ein einfacher Styl, mit genügend vereinfachten Elementen um auch Nicht-Forstleute zu interessieren, mit einem Inhalt zu kombinieren, welcher aus wissenschaftlicher Sicht komplett genug ist, ohne dafür abstoßend zu wirken.


Dernière mise à jour de cette page le 26-03-2014.
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