Im Interesse der Fischerei
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, der Biber ernähre sich von Fischen, ist er ein reiner Vegetarier: er stellt somit keine Gefahr dar für die Reviere der Fischer. Ganz im Gegenteil: durch seine Aktivitäten am Wasser (Dammbau, Fällen von Bäumen) und die dadurch hervorgerufenen minimalen Strömungsveränderungen entstehen Strukturen, von denen eine ganze Reihe von Fischarten massiv profitieren.

Erfahrungen aus unseren Nachbarländern haben gezeigt, dass sich vor allem für die Brut viele zusätzliche Versteckmöglichkeiten bilden, die ihr erlaubt, Beutegreifern wie Raubfischen, etc. zu entwischen. Hervorzuheben ist noch, dass vom Biber gebaute Dämme (20-30 cm hoch, selten höher) generell fischdurchlässig sind und bei Hochwasser oft (teilweise) zerstört werden. Ein Biberdamm stellt also keine Blockade dar für das Wandern der Fische flussaufwärts oder –abwärts. Die Anwesenheit des Bibers wäre also für die Fischer wie auch für die natürlichen Lebensgemeinschaften entlang der Gewässer von unschätzbarem Wert.
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