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Arten sind in und für sich selbst einzigartige und unersetzliche Zeugen eines Millionen von Jahren alten Prozesses der Evolution.
Der Mensch hängt seit jeher von anderen Organismen ab – sie sind für ihn Energiequelle und liefern Rohstoffe, Medikamente, klären Wasser, bieten Erosionsschutz, haben kulturelle Werte. Monetär sind diese natürlichen Dienstleistungen der Natur kaum zu berechnen. Trotzdem hat eine rezente UN-Studie ergeben dass bereits heute jährlich fünf Billionen Dollar mit Naturschutzgebieten weltweit erwirtschaftet werden. Die Autoindustrie bringt es auf allenfalls 1,9 Billionen, die Informations- und Software-Industrie auf 942 Milliarden und das Stahlgewerbe auf 530 Milliarden.
Die Vielfalt spielt auch eine Rolle bei Nutztieren und –pflanzen. Sogenannte „alte“ lokale Sorten oder Rassen sind besser an die lokalen Verhältnisse angepasst und weniger abhängig von Pestiziden oder Düngemitteln, bringen allerdings auch oft weniger Ertrag, wodurch viele in Vergessenheit geraten und nach und nach verschwinden. Genau diese Vielfalt kann jedoch der Schlüssel sein für das Züchten von Getreidearten die auch unter neuen, extremen Klimabedingungen angebaut werden können.
Außerdem ist trotz technologischer Fortschritte vieles uns Menschen noch unbekannt. Die Zusammenhänge in der Natur werden oft erst dann sichtbar, wenn ein, vielleicht unscheinbares, doch unbedingt notwendiges Element fehlt. Das „klassische Beispiel“ der Biene, die als Bestäuber unserer Nutzpflanzen eine Schlüsselrolle in unserer Ernährung trägt, ist nur eines unter vielen.
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