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Trotz seiner kleinen Fläche beherbergt Luxemburg durch seine geologische und mikroklimatische Beschaffenheit eine erstaunlich große Artenvielfalt. Über 1300 höhere Pflanzenarten wurden bisher hierzulande festgestellt, fast genauso viele wie in größeren Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden. Zudem sind einige für die Großregion oder Westeuropa bemerkenswerte Arten wie Neuntöter oder Schwarzstorch Luxemburg anzutreffen. Die Population der großen Hufeisennase bei Bech-Kleinmacher zum Beispiel, gehört zu den größten Europas.
Jedoch schrumpft der Lebensraum der natürlichen Tier- und Pflanzenwelt durch die Ausdehnung der Wohngebiete, die Entwicklung des Straßennetzes, die Flächenzusammenlegungen und die Rationalisierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zusehends.
Von 1962 bis 1999 sind so 80% der Feuchtgebiete, 34,9% der Trockenrasen und 58,8% der Obstgärten verschwunden; aktuell sind über 34% der 1323 einheimischen Blütenpflanzen, rund 54% der Säugetiere und 24% der Brutvögel gefährdet.
Diese Tendenz zu stoppen ist eine Herausforderung für uns alle. In dem Sinn wird seit 2007 der nationale Naturschutzplan unter der Leitung des Umweltministerium und der Forstverwaltung und in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Organisationen konsequent umgesetzt.
Über 35 km2 sind bisher in Luxemburg als nationale Naturschutzgebiete ausgewiesen. 452 km2 gehören dem europäischen NATURA 2000 Netzwerk an, dies entspricht fast 18% der Landesfläche aus.

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