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Muscheln_Schnecken

Vers le niveau supérieur

 

 

 

Muscheln
Bivalvia

Schnecken
Gastropoda 



Flussmuscheln
Unioidae 

  Lungenschnecken
Pulmonata



Kleine Flussmuschel
Unio crassus 

Echte Schnirkelschnecken 
Helicidae

Grosse Teichmuschel 
Anodonta cygnea

Gefleckte Weinbergschnecke
Helix aspersa 

 


Muscheln
Bivalvia


Flussmuscheln
Unioidae 

 

Kleine Flussmuschel
Unio crassus (Philipsson, 1788)
Lebensraum
Die bis zu 10 cm lange Kleine Flussmuschel lebt in schnell fließenden Bächen und Flüssen, deren Grund als Jungmuschelhabitat ein gut durchströmtes und gut mit Sauerstoff versorgtes Lückensystem aufweisen muss. Gemieden werden lehmige und schlammige Bereiche. Die Muscheln halten sich bevorzugt in ufernahen Flachwasserbereichen mit nicht zu starker Strömung auf. Zur Fortpflanzung benötigt die Kleine Flussmuschel saubere Gewässer da insbesondere die Jungmuscheln empfindlich auf Verschmutzungen reagieren.
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Ältere Muscheln tolerieren dagegen eine gewisse Wasserverschmutzung. Muscheln können sich mit Hilfe ihres muskulösen „Fußes“ am Gewässergrund fortbewegen. Die Kleine Flussmuschel ist jedoch weitgehend ortstreu.

 

Lebensraum
Die bis zu 10 cm lange Kleine Flussmuschel lebt in schnell fließenden Bächen und Flüssen, deren Grund als Jungmuschelhabitat ein gut durchströmtes und gut mit Sauerstoff versorgtes Lückensys-tem aufweisen muss. Gemieden werden lehmige und schlammige Bereiche. Die Muscheln halten sich bevorzugt in ufernahen Flachwasserbereichen mit nicht zu starker Strömung auf. Zur Fortpflanzung benötigt die Kleine Flussmuschel saubere Gewässer da insbesondere die Jungmuscheln empfindlich auf Verschmutzungen reagieren. Ältere Muscheln tolerieren dagegen eine gewisse Wasserverschmutzung. Muscheln können sich mit Hilfe ihres muskulösen „Fußes“ am Gewässergrund fortbewegen. Die Kleine Flussmuschel ist jedoch weitgehend ortstreu.  

Biologie und Lebensweise
Die Fortpflanzungsperiode beginnt im April/Mai. Die Männchen geben ihr Sperma in das Wasser ab, wo es von den Weibchen durch die Kiemen aufgenommen wird. Nach der Befruchtung der pro Weibchen bis zu 200.000 Eier werden die Larven (genannt Glochidien) aus der Muschel ausge-stoßen. Damit sich die Larven in Jungmuscheln verwandeln können, ist eine parasitäre Phase an einem Wirtsfisch erforderlich. Die mit Haken versehenen, etwa 0,2 mm großen Glochidien, werden vom Wirtsfisch als mögliche Nahrung oder mit dem Atemwasser aufgenommen und parasitieren den Fisch indem sie sich für 4-5 Wochen an den Kiemen festsetzen. Danach fallen sie ab und le-ben als Jungmuscheln etwa 2 Jahre im Sediment eingegraben bevor sie an die Oberfläche des Gewässergrundes wandern. Als Wirtsfische der Kleinen Flussmuschel eignen sich Elritze, Groppe, Döbel, Rotfeder, Barsch und Dreistacheliger Stichling. Die Parasitierung durch die Muschellarven beeinflusst den Wirtsfisch nur wenig. Die Kleine Flussmuschel wird mit 3-5 Jahren geschlechtsreif und kann sehr alt werden: in kalten Gewässern bis zu 50 Jahre. In der Our werden die Muscheln etwa 20 Jahre alt. 

Nahrung
Die Kleine Flussmuschel ernährt sich von Detritus, Plankton (Algen), Einzellern, Kleinkrebsen und Bakterien. Die Nahrung wird mit dem Atemwasser aufgenommen und von den Kiemen ausgefiltert. Durch dieses Filtrieren leisten die Muscheln einen wichtigen Beitrag zur Reinigung des Wassers. 
 
Verbreitung in Luxemburg
Die Kleine Flussmuschel kommt in Luxemburg nur noch in der Our (zwischen Vianden und Ouren)  und in der Obersauer (zwischen Pont misère und belgischer Grenze) vor.

Gefährdung
Die Kleine Flussmuschel gilt in Luxemburg als „vom Aussterben bedroht“. Eine wichtige Gefährdungsursache besteht zurzeit durch Bisamratten die in Our und Obersauer die Muscheln in großer Anzahl fressen. Als weitere Gefährdungsursache gilt die Wasserverschmutzung die auch zu einer Verschlammung der Gewässersohle und damit zur Vernichtung der Jungmuschelhabitate führt. 

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Besonderheiten
Die Kleine Flussmuschel wird in den Anhängen II und IV der europäischen Habitatschutzdirektive (92/43/CEE) geführt.

Benutzte Literatur
Groh K. (2000). Cahier espèce Unio crassus. Im Auftrag von Umweltministerium und Forstverwaltung, 6 S.
Petersen B, Ellwanger G., Biewald G., Hauke U., Ludwig G., Pretscher P., Schröder E. & Ssymank A. (2003). Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz, Heft 69/ Band 1. S 649-665.

 

 

Große Teichmuschel
Anodonta cygnea (Linnaeus, 1758)

Lebensraum
Mit einer Schalengröße von bis zu 20 cm ist die Große Teichmuschel die größte einheimische Mu-schelart. Sie lebt in mittelgroßen sauberen Stillgewässern mit schlammigem Grund (Weiher, Tei-che, kleine Seen) und in größeren langsam fließenden Bächen und Flüssen. Muscheln können sich mit Hilfe ihres muskulösen „Fußes“ am Gewässergrund fortbewegen. Die Große Teichmu-schel ist jedoch weitgehend ortstreu.  

Biologie und Lebensweise
Große Teichmuscheln sind Zwitter (doppelgeschlechtliche Individuen, also Individuen mit männlicher und weiblicher Geschlechtsausprägung). Nach der Befruchtung der bis zu 300.000 Eier im Herbst überwintern die Larven (genannt Glochidien) in der Muschel. Im Frühjahr werden sie ausgestoßen. Damit sich die Larven, die wie die erwachsenen Muscheln bereits eine zweiklappige Schale besitzen, in Jungmuscheln verwandeln können, ist eine parasitäre Phase an einem Wirtsfisch erforderlich. Die etwa 0,35 mm großen Glochidien, werden vom Wirtsfisch als mögliche Nahrung oder mit dem Atemwasser aufgenommen und parasitieren den Fisch indem sie sich für 2-4 Wochen an den Kiemen festsetzen. Als Wirtsfische der Großen Teichmuschel kommen Bachforelle, Flussbarsch, Zander und Dreistacheliger Stichling in Betracht. Die Parasitierung durch die Muschellarven beeinflusst den Wirtsfisch nur wenig. Die Große Teichmuschel kann bis zu 15 Jahre alt werden. 

Nahrung
Die Große Teichmuschel ernährt sich von Detritus, Plankton (Algen), Einzellern, Kleinkrebsen und anderen Kleinlebewesen. Die Nahrung wird mit dem Atemwasser aufgenommen und von den Kie-men ausgefiltert. Durch dieses Filtrieren leisten die Muscheln einen wichtigen Beitrag zur Reini-gung des Wassers.
 
Verbreitung in Luxemburg
Die Große Teichmuschel kommt in Luxemburg zurzeit außer in Our, Sauer und Mosel auch in einigen Weihern (zum Beispiel Goepsweiher bei Steinsel) vor.

Gefährdung
Die Große Teichmuschel ist zurzeit in Luxemburg nicht gefährdet.

Benutzte Literatur
Bellmann H. (1988). Leben in Bach und Teich. Mosaik Verlag München, 288 S.
Ludwig H. (1989). Tiere unserer Gewässer. BLV Verlagsgesellschaft München, Wien, Zürich, 255 S.


Schnecken
Gastropoda 


Lungenschnecken
Pulmonata

 

Gefleckte Weinbergschnecke
Helix aspersa (O.F. Müller 1774)

Lebensraum
Die bis zu 3 cm große Gefleckte Weinbergschnecke besiedelt unterschiedliche Lebensräume wie Wiesen, Brachen, Waldränder, Steinbrüche, Parkanlagen und Gärten. Im Vergleich zur gewöhnlichen Weinbergschnecke benötigt sie mehr Wärme, kommt dagegen aber mit weniger kalkhaltigen Böden aus.

Biologie und Lebensweise
Die Gefleckte Weinbergschnecke ist Zwitter, das heißt jedes Individuum besitzt sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane und kann somit beim Paarungsakt sowohl als Männchen als auch als Weibchen fungieren. Die Eiablage (30-120 Eier) erfolgt in selbst gegrabene Erdhöhlen, aus denen nach wenigen Wochen vollständig entwickelte Jungschnecken samt Schale schlüpfen. Diese bleiben noch einige Zeit im Erdreich und stoßen dann an die Erdoberfläche. Da die Gefleckte Weinbergschnecke an ein Leben in warmen Gegenden angepasst ist, können zu kalte Winter zu Verlusten führen. Anders als die gewöhnliche Weinbergschnecke bildet sie im Winter keinen dicken Kalkdeckel aus, mit dem sie ihre Gehäuseöffnung als Schutz vor Kälte und Trockenheit verschließen kann. Stattdessen überzieht sie die Gehäuseöffnung nur mit einem dünnen Schleimhäutchen, das sich an der Luft festigt.

Nahrung
Wie die gewöhnliche Weinbergschnecke ist auch die Gefleckte Weinbergschnecke vornehmlich ein Pflanzenfresser. In ihrer Eigenschaft als Vegetarier ist sie wenig wählerisch und verschmäht auch abgestorbenes Pflanzenmaterial nicht.

Verbreitung in Luxemburg
Vorkommen der Gefleckten Weinbergschnecke sind nur aus der Stadt Luxemburg (insbesondere felsige Bereiche im Petrustal) und aus Steinsel bekannt. 

Gefährdung
Eine direkte Gefährdung der Gefleckten Weinbergschnecke ist in Luxemburg zurzeit nicht erkennbar.

Besonderheiten
Wie die gewöhnliche Weinbergschnecke wird auch die Gefleckte Weinbergschnecke für Speisezwecke gezüchtet. In den französischen Schneckenzuchten stellt sie im Vergleich zur gewöhnlichen Weinbergschnecke sogar den weit größeren Teil an Zuchttieren dar. Hierzu wurden eigene Züchtungen entwickelt, die zum Teil doppelt so schwer werden wie die ursprünglichen Schnecken.

Benutzte Literatur
Reichling L. (1951). Le Gastéropode Helix aspersa MÜLLER (petit-gris) aux environs de Luxembourg (avec une figure). Bull. Soc. Nat. luxemb. 55 : 362-367.
Reichling L. (1952). Nouvelles observations du Gastéropode Helix aspersa MÜLLER au Grand-Duché de Luxembourg. Bull. Soc. Nat. luxemb. 56 : 24-25.
http://de.wikipedia.org/

 



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