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Farnpflanzen

Vers le niveau supérieur

 

Hirschzunge, Asplenium scolopendrium
Rippenfarn, Blechnum spicant
Echte Mondraute, Botrychium lunaria
Tannen-Bärlapp, Huperzia selago
Riesen-Schachtelhalm, Equisetum telmateia
 

 
Hirschzunge , Hirschzong/ Hierzenzong, Langue de cerf
Asplenium scolopendrium
 
Familie: Aspleniaceae – Streifenfarngewächse, Aspléniacées  
Lebensraum
Die Hirschzunge wächst in Schluchtwäldern kalkreicher Böden, in alten Brunnen, auf alten Mauern, Schutt- und Blockhalden, meist in beschatteten Lagen.
 
Biologie
Die Blätter der Hirschzunge sind dunkelgrün, zungenförmig mit herzförmigem Grund und laufen leicht spitz zu. Sie wachsen in Gruppen oder Rosetten, aufrecht oder liegend und werden zwischen 20 und 50 cm lang. Sie sind zudem leicht gewellt und haben eine glänzende Oberfläche. Die Sporenbehälter befinden sich an der Blattunterseite und sind in länglichen Streifen angeordnet. Die Pflanze ist immergrün und ausdauernd.
 
Verbreitung
Verstreute Beobachtungen der Hirschzunge gibt es aus dem ganzen Land, nur im nördlichen Bereich des Öslings fehlt sie. Häufiger vorzufinden ist sie beispielsweise auf den Schutt- und Blockhalden der ehemaligen Tagebaugebiete in der Minette-Region oder des Muschelkalks (Bsp.: Manternacher Schluchtwald).
Asplenium_scolopendrium_1
Gefährdung
Die Pflanze ist an eine höhere Luftfeuchtigkeit gebunden. Eine Änderung des Mikroklimas z.B. durch Rodungen kann die Luftfeuchtigkeit verringern und das Vorkommen dieser Pflanze gefährden.
 
Besonderheiten
Die Hirschzunge wurde früher als Bestandteil schleimlösender Teemischungen bei Bronchitis und Lungentuberkulose verwendet, in der Volksmedizin wurde sie auch bei Störungen der Verdauungstätigkeit eingesetzt. Heute ist sie jedoch als Droge kaum noch gebräuchlich.
 
Schutzstatus
Die Hirschzunge ist integral durch das großherzogliche Reglement vom 8. Januar 2010 geschützt und ist als near threatened („Vorwarnliste“) auf der Roten Liste Luxemburgs verzeichnet.
 
Literatur
Rothmaler, W. (Begründer), Jäger, E. & Werner, K. (Hrsg.) (2002): Exkursionsflora von Deutschland. Bd. 4. Gefäßpflanzen: Kritscher Band.  9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 948 S.
Lambinon, J. Delvosalle, L. & Duvigneaud, J. (2004): Nouvelle flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines. (Ptéridophytes et Spermatophytes). 5 ème édition. Editions du Patrimoine du Jardin botanique national de Belgique, 1167 pp..
Colling, G. (2005): Red List of the Vascular Plants of Luxembourg. Ferrantia 42. Travaux scientifiques du Musée National d'Histoire Naturelle Luxembourg, 77 pp.
Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces de la flore sauvage.
Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (1994): Giftpflanzen-Pflanzengifte: Vorkommen, Wirkung, Therapie, allergische und Phototoxische Reaktionen. 4. Aufl., Nikol Verlagsgesellschaft mnH & Co. KG, Hamburg.
Marbach, B. & Kainz, C. (2002): Moose, Farne und Flechten. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 95 S.
 
 
 
Rippenfarn , Blechnum en épi
Blechnum spicant
 
Familie: Blechnaceae – Rippenfarngewächse, Blechnacées 
Lebensraum
Der Rippenfarn kommt in feuchten bis nassen Wäldern mit Rohhumus vor, in Hecken und an Grabenrändern, immer auf saurem Boden.
Blechnum_spicant
Biologie
Der Rippenfarn ist durch zwei unterschiedliche Wedelformen gekennzeichnet: die sporenlosen Wedel sind einfach gefiedert und etwa 15 bis 50 cm lang. Sie liegen meist am Boden und sind auch während der Wintermonate grün. Im Zentrum der Rosette stehen die sporentragenden Wedel, welche durch sehr schmale, rippenähnliche Fiederblättchen gekennzeichnet sind. Diese Wedel werden bei der Sporenreife dunkelbraun und sterben vor Einbruch des Winters ab.
 
Verbreitung
Der Rippenfarn kommt vorwiegend im Zentrum des Landes, u.a. im Müllerthal vor. Vereinzelte Funde stammen auch aus dem nördlichen Ösling.
 
Gefährdung
Der Rippenfarn ist vorwiegend durch die Rodung von Wäldern gefährdet welche die Standortverhältnisse dieser Art verändern.
 
Besonderheiten
Die Farne haben einen interessanten Lebenszyklus: die an der Blattunterseite befindlichen Sporenbehälter (Sporangien) platzen auf und die Sporen werden durch Wind und Wasser (in seltenen Fällen wie beim Kleefarn durch Tiere) verbreitet. Fallen diese Sporen auf einen geeigneten Untergrund, keimen sie und bilden ein unscheinbares Lager (Prothallium), an dem sich männliche und weibliche Fruchtkörper entwickeln. Dieses Prothallium ist bei den Farnen herzförmig, bei den Schachtelhalmen – die einen ähnlichen Lebenszyklus haben – lappig gestaltet. Aus den männlichen Fruchtkörpern schwimmen begeißelte Geschlechtszellen (Spermatozoiden) zu den weiblichen Fruchtkörpern, in denen jeweils eine weibliche Geschlechtszelle (Eizelle) sitzt, die  befruchtet wird. Aus der befruchteten Eizelle wächst dann die eigentliche Farnpflanze, welche später wieder Sporen ausbildet.
 
Schutzstatus
Der Rippenfarn ist integral durch das großherzogliche Reglement vom 8. Januar 2010 geschützt und ist als vulnerable („gefährdet“) auf der Roten Liste Luxemburgs verzeichnet.
 
Literatur
Rothmaler, W. (Begründer), Jäger, E. & Werner, K. (Hrsg.) (2002): Exkursionsflora von Deutschland. Bd. 4. Gefäßpflanzen: Kritscher Band.  9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 948 S.
Lambinon, J. Delvosalle, L. & Duvigneaud, J. (2004): Nouvelle flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines. (Ptéridophytes et Spermatophytes). 5 ème édition. Editions du Patrimoine du Jardin botanique national de Belgique, 1167 pp..
Colling, G. (2005): Red List of the Vascular Plants of Luxembourg. Ferrantia 42. Travaux scientifiques du Musée National d'Histoire Naturelle Luxembourg, 77 pp.
Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces de la flore sauvage.
Marbach, B. & Kainz, C. (2002): Moose, Farne und Flechten. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 95 S.
 
 
Echte Mondraute , Botryche lunaire
Botrychium lunaria
 
Familie: Ophioglossaceae – Natterzungengewächse, Ophioglossacées  
Lebensraum
Die Echte Mondraute kommt auf mäßig trocknen bis frischen Silikatmagerrasen und Sandheiden vor.
 
Biologie
Diese Farnart der  Natternzungengewächse ist sommergrün und ausdauernd. Sie wird zwischen 4 und 25 cm hoch. Gegliedert ist sie in einen Stängel mit verzweigten Ästchen, an denen die Sporenbehälter sitzen, sowie in ein einfach gefiedertes Blatt. Die Fiederblättchen sind paarig angeordnet, fleischig und gelb- oder olivgrün gefärbt. Ihre Oberfläche ist wachsartig glänzend und sie haben eine halbrunde Form, welche sich zum Stängel hin rautenförmig zuspitzt.
 
Verbreitung
Der Verbreitungsschwerpunkt dieser Art liegt im Südwesten des Landes, nur eine Aufzeichnung stammt aus dem nordwestlichen Ösling.
Botrychium_lunaria
Gefährdung
Die Echte Mondraute ist sehr empfindlich gegen Schatten, so dass eine Verbrachung/Verbuschung der Magerrasen oder Heideflächen zu einem Verschwinden der Art führt. Sie reagiert sehr empfindlich auf Düngung, weshalb sie in Folge einer intensiven Weidewirtschaft ebenfalls verdrängt wird.
 
Besonderheiten
Der botanische Artname lunaria lehnt sich an das Wort lunaris an, aufgrund der halbmondförmigen unteren Fiederblättchen. Der deutsche Name Mondraute bezieht sich ebenfalls auf diese Blattform. Im Aberglauben wurde diese Pflanze mit dem Mond in Verbindung gebracht.
 
Schutzstatus
Die Echte Mondraute ist integral durch das großherzogliche Reglement vom 8. Januar 2010 geschützt und ist als endangered („stark gefährdet“) auf der Roten Liste Luxemburgs verzeichnet.
 
Literatur
Rothmaler, W. (Begründer), Jäger, E. & Werner, K. (Hrsg.) (2002): Exkursionsflora von Deutschland. Bd. 4. Gefäßpflanzen: Kritscher Band.  9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 948 S.
Lambinon, J. Delvosalle, L. & Duvigneaud, J. (2004): Nouvelle flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines. (Ptéridophytes et Spermatophytes). 5 ème édition. Editions du Patrimoine du Jardin botanique national de Belgique, 1167 pp..
Colling, G. (2005): Red List of the Vascular Plants of Luxembourg. Ferrantia 42. Travaux scientifiques du Musée National d'Histoire Naturelle Luxembourg, 77 pp.
Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces de la flore sauvage.
Sauerhoff, F.: Etymologisches Wörterbuch der Pflanzennamen (2004). 2. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 779 S.
Marbach, B. & Kainz, C. (2002): Moose, Farne und Flechten. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 95 S.
 
 
Tannen-Bärlapp, Lycopode sélaigne
Huperzia selago
 
Familie: Lycopodiaceae – Bärlappgewächse, Lycopodiacées  

Lebensraum
Der Tannen-Bärlapp wächst auf Feuchtheiden, beschatteten Silikatfelsen, in montanen Nadel-, Buchen- und Eichenwäldern. Die Pflanze ist kalkmeidend.

Biologie
Der Tannen-Bärlapp, auch Teufelsklaue genannt, hat mehrfach gegabelte Stängel welche einen dichten Busch von 5 bis 30 cm Höhe bilden. Die Pflanze ist immergrün, ausdauernd und bildet Brutsprosse. Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Lycopodium-Arten (Bärlapp) bildet sie keinen kriechenden Hauptspross. Die Äste des Tannen-Bärlapps sind fichtenähnlich spiralig benadelt. Es werden keine Ähren ausgebildet, sondern jedes Jahr werden an frischen Astabschnitten in den Achseln gewöhnlich gestalteter Nadelblätter gelbe Sporenblätter gebildet. Über einem Astabschnitt mit Sporen kann der Ast in einem sporenlosen Abschnitt weiterwachsen.
 

Huperzia_selago_bernd_haynold
Verbreitung
Der Tannen-Bärlapp ist eine in Luxemburg sehr seltene Pflanzenart, da sie an Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit gebunden ist. Funde für diese Pflanze stammen aus dem Müllerthal.
 
Gefährdung
Die Pflanze ist vorwiegend gefährdet durch Baumfällungen welche lokal zu einer Veränderung der Luftfeuchtigkeit  führen können.
 
Besonderheiten
Die Pflanze kann nahezu als Kosmopolit bezeichnet werden, da sie weltweit an Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit vorkommt. In Mitteleuropa ist sie v.a. in den Nadelwäldern der Gebirge zuhause, im Norden dringt sie bis in die Arktis vor, kommt aber auch in tropischen Hochgebirgen sowie in Südaustralien, Neuseeland, Tasmanien, den Falklandinseln und Tristan de Cunha vor.
 
Schutzstatus
Der Tannen-Bärlapp ist integral durch das großherzogliche Reglement vom 8. Januar 2010 geschützt und ist als critically endangered („vom Aussterben bedroht“) auf der Roten Liste Luxemburgs verzeichnet.
 
Literatur
Rothmaler, W. (Begründer), Jäger, E. & Werner, K. (Hrsg.) (2002): Exkursionsflora von Deutschland. Bd. 4. Gefäßpflanzen: Kritscher Band.  9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 948 S.
Lambinon, J. Delvosalle, L. & Duvigneaud, J. (2004): Nouvelle flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines. (Ptéridophytes et Spermatophytes). 5 ème édition. Editions du Patrimoine du Jardin botanique national de Belgique, 1167 pp..
Colling, G. (2005): Red List of the Vascular Plants of Luxembourg. Ferrantia 42. Travaux scientifiques du Musée National d'Histoire Naturelle Luxembourg, 77 pp.
Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces de la flore sauvage.
Marbach, B. & Kainz, C. (2002): Moose, Farne und Flechten. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 95 S.
 
 
Riesen-Schachtelhalm, Grande Prêle
Equisetum telmateia
 
Familie: Equisetaceae – Schachtelhalmgewächse, Equisétacées  
Lebensraum
Der Riesen-Schachtelhalm wächst an Naßstellen mit sickerndem, alkalischem Wasser, in Eschenwäldern, auf Böschungen und in Feuchtwiesen. Er benötigt kalkreiches Substrat.
 
Biologie
Der Riesen-Schachtelhalm entwickelt im Frühling bräunliche, astlose Triebe, an denen sich an der Spitze eine bis 6 cm lange sporentragende Ähre entwickelt. Die sporenlosen, beästeten Sprosse können bis 1, 5 m, an sehr günstigen Stellen bis 2 m hoch werden. Der Stängel wird zwischen 1 und 2 cm breit und ist elfenbeinfarben was ihn von den anderen Schachtelhalmarten unterscheidet. Er ist sommergrün und ausdauernd und bildet unterirdische Ausläufer.
 
Verbreitung
Der Riesen-Schachtelhalm kommt vorwiegend verstreut im Osten, Zentrum und Südosten des Gutlands vor.
equisetum_temateia
 
Gefährdung
Gefährdet ist diese Schachtelhalm-Art durch die Drainage ihrer Lebensräume sowie durch Verlandung und Verdrängung durch Schilf oder Rohrkolben.
 
Besonderheiten
Während des Karbonzeitalters (vor 360 – 290 Mio. Jahren) herrschte auf der Nordhalbkugel ein warm-feuchtes tropisches Klima mit Sumpfwäldern in denen bis zu 30 m hohe Bärlapp- und Schachtelhalmbäume wuchsen. Diese Sümpfe bildeten z.T. die noch heute abgebauten Steinkohlelagerstätten, die durch sich langsam absenkende Sumpflandschaften entstanden bei der keine V
Verlandung stattfinden konnte.
Wie der Ackerschachtelhalm (E. arvense) wurde auch der Riesenschachtelhalm früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet weil sich in ihren Zellwänden Silikatkristalle befinden, die sehr hart und scharfkantig sind. Diese machen die Pflanzen stabil und ermöglichen die Nutzung als Schleifmittel.
 
Schutzstatus
Der Riesen-Schachtelhalm ist integral durch das großherzogliche Reglement vom 8. Januar 2010 geschützt und ist als least concern („ungefährdet“) auf der Roten Liste Luxemburgs verzeichnet.
 
Literatur
Rothmaler, W. (Begründer), Jäger, E. & Werner, K. (Hrsg.) (2002): Exkursionsflora von Deutschland. Bd. 4. Gefäßpflanzen: Kritscher Band.  9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 948 S.
Lambinon, J. Delvosalle, L. & Duvigneaud, J. (2004): Nouvelle flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines. (Ptéridophytes et Spermatophytes). 5 ème édition. Editions du Patrimoine du Jardin botanique national de Belgique, 1167 pp..
Colling, G. (2005): Red List of the Vascular Plants of Luxembourg. Ferrantia 42. Travaux scientifiques du Musée National d'Histoire Naturelle Luxembourg, 77 pp.
Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces de la flore sauvage.
Marbach, B. & Kainz, C. (2002): Moose, Farne und Flechten. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 95 S.
  
 
 


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